Sensationsjournalismus?

7 07 2005

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2 Antworten zu “Sensationsjournalismus?”

  1. 7 07 2005
    Alexander (22:47:26) :

    Um 9.48 Uhr bestand die BBC-Online-Berichterstattung aus einer Meldung mit acht Sätzen unter der äußerst vorsichtigen Überschrift „Tube warning after ‚bang‘ heard“ — und einem Kontaktformular. Zur selben Zeit liefen in den Nachrichtenagenturen bereits Meldungen über Opferzahlen unter Berufung auf Polizeikreise. Diese Infos hatte BBC News mit Sicherheit auch, hat sie aber nicht übernommen, sondern mit extremer Vorsicht berichtet. Das insbesondere auch im Vergleich zu Sky News, die schon bald mit hohen Opferzahlen zitiert wurde. Wenn in den nächsten Tagen die Medienkritik einsetzt, wird die BBC wohl eher wegen Zögerlichkeit als wegen Sensationsjournalismus gescholten.

    Die Berichte von Augenzeugen halte ich für völlig legitime Quellen. Entscheidend ist natürlich, was daraus gemacht wird. Und gerade bei den genannten Medien, die Augenzeugen zum Melden aufgerufen haben — BBC und tagesschau.de — sind diese Berichte offensichtlich nicht für die „harte“ Berichterstattung etwa über Opferzahlen genutzt worden. Ein wesentlicher Vorteil ist auch bereits genannt: Pull statt Push, freiwilliges Melden statt aufdringlicher Kameras.

    Das gravierendste Problem, das ich bei diesem Weg sehe, ist die Möglichkeit, dass Scherzbolde es probieren. Vermutlich deshalb haben BBC und t.de auch um die Telefonnummer gebeten.

  2. 8 07 2005
    S t a t u s 6 (13:44:03) :

    Gewissenskonflikt: Augenzeugenberichterstattung und „Terrorjournalismus“

    Sensationsjournalismus oder objektive Berichterstattung?Die Bombenanschläge in London bringen mich zum Nachdenken. Der Terror ansich ist erschreckend genug, dennoch ist zwischen Marco und mir eine Diskussion über die verschiedenen Möglichkeiten vo…

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