One Republic

8 09 2010

Pascal von N-JOY fand die Show ja nur so la la (Nebenbei, nicht erschrecken, der NDR hat sein Layout modernisiert und hat jetzt Karten als zentrales Navigationselement, interessante Variante), ich hab aber fototechnisch nix zu meckern gehabt – kein spektakuläres, aber vernünftiges Licht, genug Zeit, wunderbar. Ich konnte sogar meiner Festbrennweitenleidenschaft frönen, für ein Konzert eignen sich dabei das 85 mm/1.4, 50 mm/1.4 und das 35 mm/1.8 (Geheimwaffe gg. rotes Licht) ganz hervorragend.
One Republic
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Neubrandenburg – Kim Wildes Klampfer

30 08 2010

Heute mal nur der Gitarrist von Kim Wilde:
Gitarrist von Kim Wilde
An der Stelle stand natürlich so mit dem schönen Nebel und Hintergrundlicht ausschließlich er und nicht Kim…




Silly mit Anna Loos

29 08 2010

Wie ich schon auf Twitter schrieb – einer der wenigen Ost-Exporte, die ich schätze… angesichts der späten Stunde nur ein paar Bilder, die mir gefallen.
Anna Loos
Anna Loos
Silly
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Eckernförde Open Air – some Pics

23 08 2010

Meine Lieblingsbilder von eben:

Fanta 4:
Fanta 4
Fanta 4

Eisblume:
Eisblume

Ich & Ich:
Ich & Ich




Kamerafernsteuerung mit Atlas Phottix-Auslösern

9 08 2010

Steffen hatte gestern ein problem mit seinen China-Funkblitzen und ich hab am Wochenende zum dritten Mal die Atlas Phottix-Funken im Einsatz gehabt, hier mal ein Erfahrungsbericht – vorab: Die Teile sind wirklich überzeugend.

Ich habe die Empfehlung auf strobist.com gefunden, dort sind auch weitere Praxis-Tests zu finden, bestellen kann man sie bei Amazon, günstiger hab ich sie nirgendwo gefunden.

Riesenvorteil: Sie sind 100 Prozent kompatibel zu den Pocket-Wizzard, dabei qualitativ hochwertiger verarbeitet und in der Anschaffung deutlich günstiger.

Ich habe die Funken eingesetzt, um eine D300 auf einer Bühne fernzusteuern (man braucht dazu noch ein zusätzliches Kabel):
D300, Atlas Phottix, Magic Arm

Die Position ist nicht optimal, war aber leider der kurzen Vorbereitungszeit (ca. 4 Minuten mit Absprachen) geschuldet, eigentlich wollte ich an das Schlagzeug, da habe ich aber leider keine Freigabe vom Management bekommen – aber für einer Machbarkeits-Studie ist die gewählte Position OK. Hier mal ein erstes Testbild:
Testbild
Belichtung, Blende, Iso auf manuell, Autofocus an, den zweiten Auslöser habe ich an meinem Hauptbody, die Slave-Kamera löst also bei angeschalteter Funke bei jeder Auslösung der Hauptkamera mit aus – hier ein Bild aus dem Graben, wo genau das geschieht, ich bin der in schwarz:
Test aus dem Graben

Aus der Entfernung liegt die Auslösequote bei 100 Prozent, so weit, so beeindruckend. Ich konnte die Kamera logischerweise erst nach Konzertende abbauen und habe noch vom FOH (da, wo das Mischpult steht) ein paar Tests gemacht – auch hier lösten die Funken ohne Probleme aus – zur Verdeutlichung einmal die Entfernungen (links die Bühne, in der Mitte der FOH), ich bin schlecht im Schätzen, aber das sind vielleicht 30 Meter:
Entfernung FOH Bühne

Das ist die Sicht vom FOH auf die Bühne:
Sicht FOH auf die Bühne
Hab das entsprechende Bild jetzt nicht gefunden, die sehen dann aber etwa so aus (wenn die Blaue Stunde vorbei ist):
Blick mit Publikum

Fazit: Auch hier habe ich keine Aussetzer bemerkt, beeindruckend – absolute Kaufempfehlung. Einziges Manko: Man sieht aus der Entfernung von vorn die LED des Auslösers nicht, die den Empfang des Funksignals bestätigt. Und: Die Kamera ist dauerhaft auf Standby, was den Akku leersaugt, ich hatte die Kamera ca. 2 Stunden aufgebaut, in der Zeit ca. 400 Aufnahmen gemacht und hatte (mit Handgriff) am Ende noch 2 Balken übrig. Mehr Experimente mit spannenderen Positionen vermutlich bald hier ;-)




Fotovereinbarungen und Fotoboykott Rammstein

8 12 2009

Gestern wurde der Hamburger Fotografenschaft der aktuelle Rammstein-Fotovertrag zugeflüstert. (s. auch entsprechenden Beitrag bei Peter in der Konzertfoto-FAQ) Die Verträge gelten als die härtesten überhaupt, wichtigste Eckdaten:

- ausschließlich redaktionelle Berichterstattung für EIN Medium, Nutzung der Bilder für maximal 1 Jahr.
- pauschaler und expliziter Ausschluss von Online-Medien

Weitergehende Verwertungsrechte werden Seitens RAMMSTEIN nicht übertragen und sämtliche weitergehenden Rechte bleiben vorbehalten.

PARTNER räumt RAMMSTEIN das Recht ein (inhaltlich, örtlich und zeitlich unbeschränkt), die Fotografien auf durch RAMMSTEIN und/oder ihrem Management betriebenen Webpages ohne gesonderte Vergütung abzubilden; für diese Zwecke wird PARTNER RAMMSTEIN auf Anforderung die den Fotografien zu Grunde liegenden Negative, Dateien o.ä. zur Verfügung stellen. PARTNER steht dafür ein, daß Rechte Dritter dieser Verwertung nicht entgegenstehen. Die Rechtseinräumung ist durch das durch RAMMSTEIN PARTNER eingeräumte Recht zur Nutzung der Fotografien im Umfang des Vertrages abgegolten.

Und damit alles seine Ordnung hat:

Diese Vereinbarung unterliegt deutschem Recht. Gerichtstand ist Berlin.

So, wie es aussieht, wollen sich alle Hamburger Fotografen an dem Boykott beteiligen. Ich habe gerade leider keine Zeit, die rechtlichen Aspekte des Vertrages zu diskutieren, bei Peter (s. o.) ist die Diskussion dazu auch bereits in Gang.




Abendblatt über Fotoboykott bei Tom Jones

8 10 2009

Ich hatte die letzten Tage so gar keine Luft für andere Dinge, deswegen ist der Tom-Jones-Fotografen-Boykott hier noch kein Thema gewesen. Aber: Es klappt erfreulicherweise auch ohne mich. Das Hamburger Abendblatt stellt sich mit einer Glosse hinter die Fotografen und veröffentlicht den Artikel mit einem Foto-Platzhalter:

Keine Fotografen vor dem Freigehege des Tigers Tom Jones

7. Oktober 2009, 06:00 Uhr
Mensch, Tom, wir hätten dich gerne gezeigt, ehrlich, in all deiner nicht mehr kolorierten grauen Löckchenpracht und mit deinem Tigerlächeln im tränensackbefreiten Gesicht. Schließlich kommst du heute Abend bei uns in Hamburg vorbei, und auch wenn das nicht mehr viele so sehen: Du bist ein Großer.

HAMBURG. Vielleicht kannst du auch gar nichts dafür, dass dein Management sich so danebenbenimmt. Aber nachdem wir mitbekommen haben, dass Fotografen, die dich auf deinem Konzert im CCH ablichten wollen, einen Knebelvertrag unterschreiben müssen, ist uns irgendwie alle Lust auf ein Foto von dir vergangen. Darum bleibt die Fläche links neben diesem Text heute mal frei; vielleicht inspiriert sie deine Fans zum Ausmalen?

Was die Freude auf meiner Seite allerdings wieder ein wenig schmälert: Die Abendblatt-Web-Kollegen können offenbar nicht ohne Bildergalerien leben und haben eine Galerie aus Archivbildern erstellt, die die Solitaritätsbekundungen leider wieder etwas relativieren.

(Rahmenbedingungen waren im Grunde genommen: Keine Agenturfotografen, Jones erhält das Recht, kostenlos jedes beliebige Foto zu Werbezwecken zu verwenden, Akkreditierung nur mit bestätigtem Auftrag).

UPDATE: Peter hat eine etwas deprimiertere Meinung als ich.




Und täglich grüßt das Coldplay-Tier

17 08 2009

Ich habe vorhin per E-Mail den Fotovertrag für das Coldplay-Konzert am 25.08. in Hannover bekommmen, zu dem an sich schon alles gesagt ist. Wir werden mal wieder definitiv nicht hingehen, und ich hoffe, dass sich jemand findet, der da einen Boykott organisiert.

Aus dem Vertrag:

You hereby transfer and assign to us with full title guarantee the entire copyright and all extensions and renewals throughout the world (including by way of present assignment of future rights) and all rights of a similar nature in the Photographs.

We shall be entitled to assign transfer sub-license mortgage charge or otherwise dispose of our rights hereunder to any person or entity without reference to you.

Ergänzt um den Hinweis des Veranstalters:

ACHTUNG: Es reicht NICHT, den Vertrag ausgefüllt zur Show mitzubringen, da er einige Tage vor der Veranstaltung nochmals zur Tourleitung geschickt werden muss.

Mal gucken, wie die (Bild-) Berichterstattung so aussehen wird.

Update: Gerade gesehen, Sebastian hat auch drüber geschrieben.

Update 2: Peter hat auch was geschrieben und haut zu Recht auf den DJV ein.




TAZ boykottiert die Leichtathletik-WM

6 08 2009

Vermutlich haben es außer mir schon alle mitbekommen, dann ist es eher die selbst auferlegte Chronistenpflicht, die mich den TAZ-Boykott der Leichtathletik-WM Berlin 2009 wegen der Akkreditierungs- und Überprüfungs-Praxis hier erwähnen läßt.

Zwei Formulare mussten im Vorfeld der WM ausgefüllt werden, eines mit Angaben zur Person und der auftraggebenden Zeitung. Das entspricht dem üblichen Prozedere. Doch das BOC verlangte mehr: zusätzlich eine “Einverständniserklärung zur Durchführung einer Zuverlässigkeitsprüfung” der Person “gemäß § 45 Abs. 1 Nr. 5 ASOG Berlin”. ASOG, das steht für das Allgemeine Gesetz zum Schutz der öffentlichen Sicherheit und Ordnung in Berlin. In dem besagten Paragrafen steht, dass “die Ordnungsbehörden und die Polizei personenbezogene Daten an Personen oder Stellen außerhalb des öffentlichen Bereichs übermitteln können, soweit das erforderlich ist oder der Auskunftsbegehrende (das BOC; d. Red.) ein berechtigtes Interesse geltend macht (…).”

Unterschreibt man diese Einverständniserklärung, dann läuft eine geölte Maschinerie der Überprüfung an. Das BOC stellt umgehend eine Anfrage beim Polizeipräsidenten in Berlin (Landeskriminalamt 574) “über Erkenntnisse” zur Person. Folgende Datensammlungen der Polizei werden genutzt zum Personencheck: das Landesdatensystem POLIKS, das Informationssystem Polizei INPOL, INPOL neu – das ist eine bundesweite Staatsschutzdatei, Dateien des polizeilichen Staatsschutzes Berlin, die Datei “Gewalttäter Sport” sowie “vergleichbare Datensammlungen der Polizei des Bundes und der Länder”, wie es heißt.

Doch damit nicht genug. Der Antragsteller muss auch noch einwilligen, “dass durch das LKA 574 eine Anfrage bei der Verfassungsschutzbehörde des Landes Berlin” erfolgt. Eingebunden sind darüber hinaus der Verfassungsschutz der Länder und des Bundes sowie der Bundesnachrichtendienst. Wer da nicht mitmacht, kriegt keine Akkreditierung.

Da die WM durch die privatwirtschaftliche BOC organisiert wird, scheint es keine Rechtshandhabe zu geben, gegen diese überzogene Sicherheitspolitik vorzugehen. Wieder sind es hauptsächlich die freien Kollegen, die gar keine andere Chance haben, als sich zu akkreditieren und die Gängelung über sich ergehen zu lassen, wenn sie überhaupt berichten wollen. Interessant auch:

Verwunderlich ist in diesem Verfahren auch, dass die Datei “Gewalttäter Sport” mit aufgeführt ist in der Prüfliste des LKA. Denn das Oberverwaltungsgericht Lüneburg hat im Dezember 2008 ein Urteil des Verwaltungsgerichts Hannover bestätigt, dass es keine Rechtsgrundlage für die Speicherung von etwa 10.000 Fußballfan-Daten in diesem Register gibt; eine Revision beim Bundesverwaltungsgericht steht aus.

“Es lag nahe, dass die Zuverlässigkeitsprüfung wegen der Größe und der Internationalität der Veranstaltung gemacht wird”, sagt Cem Herder, Sprecher des Organisationskomitees. Zwei ehemalige Polizeidirektoren kümmerten sich innerhalb des BOC um Sicherheitsaspekte, erklärt er, Exekutive und BOC arbeiteten eng zusammen.

Ich hab mal die Kategorie “Pressefreiheit” angelegt, vermutlich gibt es da in den nächsten Wochen und Monaten noch ein paar Fälle mehr. (via fefe)




Freelens: Britney ohne Medienpräsenz

26 07 2009

Britney Spears tourt durch Deutschland – und das durch die Verträge quasi ohne Berichterstattung. Freelens über Fotoverträge, neue Negativ-Beispiele: Beastie Boys, My Chemical Romance, die anderen genannten sind den geneigten Lesern schon aus diesem Blog bekannt.

(…)
Spears hinterlässt auf ihrer Tour eine regelrechte Spur der Verwüstung. Denn bereits in Stockholm haben die führenden Tageszeitungen, Dagens Nyheter, Svenska Dagbladet, Expressen und Aftonbladet boykottierten das Konzert. Auch hier wollte Spears die Verwendung der Bilder 30 Tage nach dem Konzert untersagen. Roger Turesson, der Fotochef von Dagens Nyheter bringt das Motiv für die Verweigerung auf den Punkt: „Im nächsten Schritt fordern sie von den Feuilletonisten nichts Kritisches mehr zu schreiben.”
(…)