dpa: Kneipen-Quiz für Hamburger Kiez-Nachtschwärmer

20 10 2005

Und hier ist der Text von Christine, danke für’s Schicken. Ach, und wer den irgendwo gedruckt sieht, möge mir bitte nen Hinweis geben, danke.

KORR-Inland/Szene/
«Bambi-Brain-Battle»: Kneipen-Quiz für Hamburger Kiez-Nachtschwärmer
Von Christine Dohler, dpa=

Hamburg (dpa/lno) – «Wie viele Hausnummern hat die Herbertstraße?» Wer auf diese Frage eine Antwort weiß, hat gute Chancen auf den Siegertitel beim Szene-Quiz «Bambi-Brain-Battle». Es findet an jedem zweiten Dienstag in der Hamburger «Bambi Bar» (Hamburger Berg 14) statt. Kneipen-Bingo und Günther-Jauch-Fragen interessieren Kiez-Szenekneipengänger für gewöhnlich wohl kaum. Seit dem «Kneipen-Quiz» sollen aber die Gehirnzellen der Nachtschwärmer nicht mehr mit Alkohol abgetötet, sondern auch zum Grübeln angeregt werden.

Inspiriert vom traditionellen «Table Quiz» aus Pubs in England und China, etablierten die Hobbyquizzer Marco Maas und Jo Larsson das
populäre «Kneipen-Quiz» nun auch in Hamburg. Ein Jahr lang schlugen sich die beiden mit dem Team «Desperate but equal» mehr oder weniger erfolglos in Spezial-Quizrunden in Hamburger Irish Pubs. «Die Fragen sind dort auf Englisch und gehören immer einem sehr speziellen Themenkomplex wie «Kricket» an. «Da hier nur Streber und Experten punkten können, wollten wir ein Kneipen-Quiz für Jedermann machen», erklärt Maas. Seit diesem Sommer stellt Marco nun selbst die Fragen.

Aktuelles Zeitgeist-Know-how, aber auch mal eine Jahreszahl, ein Weltwunder oder ein chemisches Element gehören zum Standard. Die
Fragen sind so konzipiert, dass sie gemeinschaftlich erraten werden können. Die Idee ist sehr erfolgreich: «Die Bambi Bar ist dienstags
die vollste Kneipe auf dem Kiez», sagt Maas.

Wenn Quizmaster Maas um Punkt 21.15 Uhr die erste Frage von insgesamt fünf Spielrunden stellt, beginnt das laute Tuscheln. 12 bis
15 Teams mit etwa drei Leuten kommen kaum dazu, ihr Feierabendbier zu trinken oder den neusten Klatsch auszutauschen. Gemeinsam wollen sie einen der ersten fünf Plätze belegen, um kleine Geld- und Getränkepreise zu erspielen. Schummeln ist natürlich verboten, doch
auf dem Weg zur Toilette gibt es immer wieder Versuche, Wortfetzen aus den Teams aufzuschnappen oder durch den Zigarettenqualm auf den Lösungszettel der Nachbarn zu linsen.

Etwas Kreativität lohnt: «Bestechungsversuche mit in Origami-Technik gefalteten Antwortzettel oder besonders originelle Antworten
bekommen schon einmal einen Bonuspunkt», verrät Maas. Wer bei den Wissensfragen versagt, der kann beim abschließenden Bilder- und
Musikrätsel noch aufholen. Nostalgische Melodien wie die «Derrick-Titelmelodie» oder den «Tom & Jerry»-Hit erkennt fast jeder.

«Die Antworten aber bitte nicht vor der Auflösung heraus posaunen, denn das kostete zuletzt den Barmann eine Lokalrunde», warnen die
Quizmacher. Die Nichtwisser profitieren dann später von dem «Aha-Effekt» und lernen dazu: Das Wort «Nylon» ist keine chemische
Abkürzung oder Produkt der «Nylon-Raupe», sondern setzt sich aus «New York» und «London» zusammen, Popstar Britney Spears vermarktet ein Parfüm für Hunde, Getränkehersteller «Coca Cola» ist größter Abnehmer für Vanille weltweit, Neckermann musste nach massiven Protesten String-Tangas für Kinder aus dem Sortiment nehmen und 1970 kostete ein Airbag 1525 DM.

Ergänzung: Der Link zur taz-Geschichte. Die KN hab ich ja in den Kommentaren geflickrt.


Aktionen

Informationen

8 Antworten zu “dpa: Kneipen-Quiz für Hamburger Kiez-Nachtschwärmer”

  1. 22 10 2005
    Christine (13:14:41) :

    Die Taz nord hatte am Freitag zum Beispiel den Text

  2. 24 10 2005
    Marco Maas (13:13:01) :

    und hier der taz-artikel

    die tageszeitung / Nord; 21.10.2005 , Seite 24

    Was kostete ein Airbag im Jahr 1970?
    “Rätselspaß für junge Leute” in einer Hamburger Szene- Kneipe: Weil sie in den Quiz-Runden der Irish Pubs nicht mithalten konnten, erfanden zwei Quiz-Fans das “Bambi-Brain- Battle” und trafen damit einen Nerv

    “Wie viele Hausnummern hat die Herbertstraße?” Wer auf diese Frage eine Antwort weiß, hat gute Chancen auf den Siegertitel beim Szene-Quiz “Bambi-Brain-Battle”, an jedem zweiten Dienstag in der Hamburger “Bambi Bar”. Inspiriert vom traditionellen “Table Quiz” aus Pubs in England und China, etablierten die Hobbyquizzer Marco Maas und Jo Larsson das populäre Kneipen-Quiz nun auch in Hamburg. Ein Jahr lang schlugen sich die beiden mit dem Team “Desperate but equal” mehr oder weniger erfolglos in Quizrunden in Hamburger Irish Pubs. “Die Fragen sind dort auf Englisch und gehören immer einem sehr speziellen Themenkomplex wie ‘Cricket’ an. Da hier nur Streber und Experten punkten können, wollten wir ein Kneipen-Quiz für Jedermann machen”, sagt Maas. Seit diesem Sommer stellt er nun selbst die Fragen.
    Aktuelles Zeitgeist-Know-how, aber auch mal eine Jahreszahl, ein Weltwunder oder ein chemisches Element gehören zum Standard. Die Fragen sind so konzipiert, dass sie gemeinschaftlich erraten werden können. Die Idee kommt an, der Laden ist voll. Wenn Maas um Punkt 21.15 Uhr die erste Frage von insgesamt fünf Spielrunden stellt, beginnt das Tuscheln. 12 bis 15 Teams mit etwa drei Leuten versuchen, einen der ersten fünf Plätze belegen, um kleine Geld- und Getränkepreise zu erspielen. Schummeln ist verboten, doch auf dem Weg zur Toilette gibt es immer wieder Versuche, Wortfetzen aus den Teams aufzuschnappen oder durch den Zigarettenqualm auf den Lösungszettel der Nachbarn zu linsen.
    Etwas Kreativität lohnt: “Bestechungsversuche mit in Origami-Technik gefalteten Antwortzetteln oder besonders originelle Antworten bekommen schon einmal einen Bonuspunkt”, sagt Maas. Wer bei den Wissensfragen versagt, der kann beim abschließenden Bilder- und Musikrätsel noch aufholen. Nostalgische Melodien wie die “Derrick- Titelmelodie” oder den “Tom & Jerry”-Hit erkennt fast jeder.
    Auch Nichtwisser lernen dazu: Das Wort “Nylon” ist keine chemische Abkürzung oder Produkt der “Nylon-Raupe”, sondern setzt sich aus “New York” und “London” zusammen, Popstar Britney Spears vermarktet ein Parfüm für Hunde, Getränkehersteller “Coca Cola” ist größter Abnehmer für Vanille weltweit, Neckermann musste nach massiven Protesten String-Tangas für Kinder aus dem Sortiment nehmen und 1970 kostete ein Airbag 1.525 DM.~Christine Dohler

  3. 24 10 2005
    Georg (17:52:52) :

    Hallo Marco,
    die KN hat den Artikel heute gedruckt. S. 15 Aus dem Norden Bereich Schleswig-Holstein, Hamburg.
    “Bambi-Brain-Battle” kommt groß raus. Macht weiter so, vielleicht schaffe ich es auch mal als Teilnehmer nach HH.
    Viele Grüße GEORG

  4. 24 10 2005
    Marco Maas (21:14:57) :

    sehr cool – besorg ich mir morgen mal aus dem archiv… danke für den hinweis. an die mitlesenden: der mitbewohner ist übrigens wieder solo, wir werden berühmt – d. h. die preise pro nacht steigen wieder ;-)

  5. 24 10 2005
    Marco Maas (21:56:22) :

    ich hab den artikel mal geflickrt….
    http://static.flickr.com/25/55695775_8bc25e283c_o.jpg

  6. 27 10 2005
    themaastrix » Blog Archive » Artikel über Brain Battle auf ndr.de (20:27:21) :

    [...] kel über das Brain Battlen geschrieben – vielen Dank. Übrigens basiert der nicht auf dem dpa-Artikel von Christine. Veranstaltungen Quizzen auf dem Hamburger Kiez: Das Bambi Brain Battle Wo genau w [...]

  7. 1 11 2005
    themaastrix » Blog Archive » Brain Battle Halloween-Edition (01:58:24) :

    [...] der Werbung… Wer das mal atmosphärisch erlesen möchte, dem seien folgende beiden Links ans Herz gelegt: Heißen Dank den beiden Autorinnen! Ach, und wer verkleidet kommt, bekommt von Sergei [...]

  8. 5 02 2008
    The Maastrix » Quiz im Kukuun am Donnerstag, 7.2. (02:07:45) :

    [...] den Artikel hier [...]

Schreib einen Kommentar

Du kannst diese Tags verwenden : <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>