Abendblatt über Fotoboykott bei Tom Jones

8 10 2009

Ich hatte die letzten Tage so gar keine Luft für andere Dinge, deswegen ist der Tom-Jones-Fotografen-Boykott hier noch kein Thema gewesen. Aber: Es klappt erfreulicherweise auch ohne mich. Das Hamburger Abendblatt stellt sich mit einer online levitra//www.abendblatt.de/kultur-live/article1217291/Keine-Fotografen-vor-dem-Freigehege-des-Tigers-Tom-Jones.html”>Glosse hinter die Fotografen und veröffentlicht den Artikel mit einem Foto-Platzhalter:

Keine Fotografen vor dem Freigehege des Tigers Tom Jones

7. Oktober 2009, 06:00 Uhr
Mensch, Tom, wir hätten dich gerne gezeigt, ehrlich, in all deiner nicht mehr kolorierten grauen Löckchenpracht und mit deinem Tigerlächeln im tränensackbefreiten Gesicht. Schließlich kommst du heute Abend bei uns in Hamburg vorbei, und auch wenn das nicht mehr viele so sehen: Du bist ein Großer.

HAMBURG. Vielleicht kannst du auch gar nichts dafür, dass dein Management sich so danebenbenimmt. Aber nachdem wir mitbekommen haben, dass Fotografen, die dich auf deinem Konzert im CCH ablichten wollen, einen Knebelvertrag unterschreiben müssen, ist uns irgendwie alle Lust auf ein Foto von dir vergangen. Darum bleibt die Fläche links neben diesem Text heute mal frei; vielleicht inspiriert sie deine Fans zum Ausmalen?

Was die Freude auf meiner Seite allerdings wieder

ein wenig schmälert: Die Abendblatt-Web-Kollegen können offenbar nicht ohne Bildergalerien leben und haben eine Galerie aus Archivbildern erstellt, die die Solitaritätsbekundungen leider wieder etwas relativieren.

(Rahmenbedingungen waren im Grunde genommen: Keine Agenturfotografen, Jones erhält das Recht, kostenlos jedes beliebige Foto zu Werbezwecken zu verwenden, Akkreditierung nur mit bestätigtem Auftrag).

UPDATE: Peter hat eine etwas deprimiertere Meinung als ich.

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2 Antworten zu “Abendblatt über Fotoboykott bei Tom Jones”

  1. 10 10 2009
    Nikki (21:03:15) :

    Ach da erinner ich mich ja auch an ein Konzert, bei dem es so einen Knebelvertrag gab… Sebi hat ja einfach die Passagen rausgestrichen, die er nicht erfüllen wollte und im Grunde blieb dann ja nur noch ein Vertrag ohne Knebl über, wenn überhaupt. Warum machen Künstler sowas ? Warum sind die nicht einfach froh, dass ihr kostenlos für sie Werbung macht?

  2. 12 10 2009
    c-v (02:46:14) :

    naja, “kostenlos Werbung machen” ist fuer diejenigen meist schwierig, die “nur” fuer einen Nachbericht fotografieren – warum sollte ein Kuenstler noch Werbung fuer ein Konzert brauchen, was schon war?

    Dass er in 1-2 Jahren nochmal wiederkommt, dann auch lieber Konzertbilder als Presse-Archiv-Gestelltes gesehen werden und auch Nachberichte dazugehoeren, scheinen manche nicht zu sehen.

    Genausowenig wie die Tatsache, dass Bilder von Konzert in Hamburg zB. durchaus mal (wenn auch selten) zur Ankuensigung in Muenchen genutzt werden koennen…

    Aber wenn ich dann als Argument “ach, ihr verdient ja mit der Darbietung unserer Kuenstlers” hoere, faellt mir nix mehr ein.

    Mir gefaellt der Abendblatt-Artikel vor allem deshalb, weil er einem groesseren Publikum einen Einblick in die Machenschaften einiger Managements bringt (das muss sich der Kuenstler dann zurechnen lassen) – die grosse Ankuendigung vorher incl. Bilderstrecke mit Archiv war allerdings nicht ganz so dazu passend…

    Sat.1 hat in 17:30 am Folgetag berichtet, und ganz am Ende mit “wir durften zwar nur 30 sec. aufzeichnen, hier also noch etwas Musik” einen klitzeklienen Hinweis auf die journalistischen Probleme eingespielt, den wohl nur Eingeweihte verstanden haben – schade.

    Kann der Tiger jetzt eigentlich auch das Sat.1-Material kostenlos verwenden? *kopfschuettel*…