Marvin – ein Nachruf

12 07 2008

Lieber Marvin,
ich danke Dir für die vielen Stunden, in denen ich durch Dich meine Unsicherheit an fremden Orten überwinden konnte. Danke, dass Du

mir im tiefsten Mecklenburg-Vorpommern genau so beigestanden hast wie im Großstadtdschungel von Hamburg und im beschaulichen Hannover. Deine Ratschläge kamen mitunter zu spät, als dass ich sie befolgen konnte, insbesondere bei Autobahnverbindungen in der Mitte von Deutschland musstest du recht lange überlegen. Dein Lebenszweck war es, anderen Menschen Orientierung und Halt zu geben, etwas Vertrautes in unbekannte Regionen mitzubringen, und einfach „da“ zu sein. Für ziemlich genau 24 Monate warst du mir ein treuer Begleiter, bevor du überraschend nach kurzer Krankheit das Diesseits verlassen hast.

Aber wieso mein Navi sich nach genau 24 Monaten und 13 Tagen beim Einschalten und Einstecken mit einer schwarzen Rauchwolke und einer kleinen Flamme verabschiedet, soll mir jetzt doch nochmal der Hersteller Garmin erklären… Ganz leicht riecht es im Auto immer noch. Für den Nachfolger von der Firma „Becker“ habe ich noch keinen Namen, Boris find ich langweilig, ich tendiere eher zu Ben oder Benni (Insider wissen Bescheid) – sonst noch Vorschläge?


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6 Antworten zu “Marvin – ein Nachruf”

  1. 13 07 2008
    c-v (03:50:04) :

    Mein Beileid…

    wenn Du ‚es‘ nicht Boris nennen willst, warum dann nicht Babs?

    Mein Becker hiess Susi, weil’s deren Stimme hatte (Herzblatt)…

    Gruesse von dem, der heute sein unbekanntes Ziel (vielleicht ;)) auch ohne Navi gefunden haette…

  2. 13 07 2008
    genevainformation (11:02:01) :

    Wie wäre es mit „Osama“?

    „Moment, ich muß kurz Osama nach dem Weg ins Paradies fragen“ führt sicher zu interessanten Momenten der stillen Reflektion auf der Hörerseite. Auch „kein Problem, ich vertraue fest auf Osama, der zeigt mir den Weg“ ist gut.

    Alternativ kann man auch beliebig aus dem Fundus der übelsten Diktatoren auswählen, nur um zu provozieren – „Ich folge Idi Amin“ oder „Stalin leitet mich“ klingen gut.

    Etwas weniger politisch aber dennoch provokant? „Ich fahre einfach der Heidekönigin hinterher“ sollte zumindes die Augenbrauen heben können.

    Bei mir bekommen Dinge prinzipiell keine Namen, nur den Computer, den nenne ich manchmal Miststück. Aber auch nicht systematisch.

  3. 14 07 2008
    Milena (15:30:47) :

    Ich gebe meinen Alltagsgebrauchgegenständen auch Namen, finde ich gut… ;)
    Wie wär’s mit Gordon oder Morten, oder möchtest Du lieber einen schönen weiblichen Namen? Lisa finde ich sehr schön.
    Hat der Hersteller eigentlich schon etwas von sich hören lassen?

  4. 14 07 2008
    tobbe (20:26:25) :

    Vor einigen Jahren hattest du noch dieses veraltete „Total-Optimierte-Bord-System“. Das waren noch Zeiten…

  5. 18 07 2008
    Peter (15:50:12) :

    Da Frauen ja bekanntlich immer recht haben, hab ich mich für Isolde entschieden.

  6. 22 07 2008
    Benni (09:33:15) :

    Ja Mensch Marco. Mein zutiefst empfundenes Beileid. Das mit dem Namen, naja… Wenn das Neue dann die von dir erwarteten Führungsqualitäten besitzt, ist das ok. Aber wie wär´s ganz einfach mit „Mein Führer“? Halbwertzeit dann zwölf Jahre. Und das mit den Autobahnen hat sich dann auch erledigt.

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