Kamerafernsteuerung mit Atlas Phottix-Auslösern

9 08 2010

Steffen hatte gestern ein problem mit seinen China-Funkblitzen und ich hab am Wochenende zum dritten Mal die Atlas Phottix-Funken im Einsatz gehabt, hier mal ein Erfahrungsbericht – vorab: Die Teile sind wirklich überz

eugend.

Ich habe die Empfehlung auf strobist.com gefunden, dort sind auch weitere Praxis-Tests zu

finden, bestellen kann man sie bei Amazon, günstiger hab ich sie nirgendwo gefunden.

Riesenvorteil: Sie sind 100 Prozent kompatibel zu den Pocket-Wizzard, dabei qualitativ hochwertiger verarbeitet und in der Anschaffung deutlich günstiger.

Ich habe die Funken eingesetzt, um eine D300 auf einer Bühne fernzusteuern (man braucht dazu noch ein zusätzliches Kabel):
D300, Atlas Phottix, Magic Arm

Die Position ist nicht optimal, war aber leider der kurzen Vorbereitungszeit (ca. 4 Minuten mit Absprachen) geschuldet, eigentlich wollte ich an das Schlagzeug, da habe ich aber leider keine Freigabe vom Management bekommen – aber für einer Machbarkeits-Studie ist die gewählte Position OK. Hier mal ein erstes Testbild:
Testbild
Belichtung, Blende, Iso auf manuell, Autofocus an, den zweiten Auslöser habe ich an meinem Hauptbody, die Slave-Kamera löst also bei angeschalteter Funke bei jeder Auslösung der Hauptkamera mit aus – hier ein Bild aus dem Graben, wo genau das geschieht, ich bin der in schwarz:
Test aus dem Graben

Aus der Entfernung liegt die Auslösequote bei 100 Prozent, so weit, so beeindruckend. Ich konnte die Kamera logischerweise erst nach Konzertende abbauen und habe noch vom FOH (da, wo das Mischpult steht) ein paar Tests gemacht – auch hier lösten die Funken ohne Probleme aus – zur Verdeutlichung einmal die Entfernungen (links die Bühne, in der Mitte der FOH), ich bin schlecht im Schätzen, aber das sind vielleicht 30 Meter:
Entfernung FOH Bühne

Das ist die Sicht vom FOH auf die Bühne:
Sicht FOH auf die Bühne
Hab das entsprechende Bild jetzt nicht gefunden, die sehen dann aber etwa so aus (wenn die Blaue Stunde vorbei ist):
Blick mit Publikum

Fazit: Auch hier habe ich keine Aussetzer bemerkt, beeindruckend – absolute Kaufempfehlung. Einziges Manko: Man sieht aus der Entfernung von vorn die LED des Auslösers nicht, die den Empfang des Funksignals bestätigt. Und: Die Kamera ist dauerhaft auf Standby, was den Akku leersaugt, ich hatte die Kamera ca. 2 Stunden aufgebaut, in der Zeit ca. 400 Aufnahmen gemacht und hatte (mit Handgriff) am Ende noch 2 Balken übrig. Mehr Experimente mit spannenderen Positionen vermutlich bald hier ;-)




D700 und SB-900

2 07 2008

Weil mich heute schon drei Leute drauf ansprachen: Die neue D700 ist meiner Ansicht nach nicht so toll, wie sie vermutlich in den nächsten Tagen dargestellt wird. An sich ne vernünftige Kamera in einem für semiprofessionelle und professionelle Fotografen attraktiven Preissektor, aber genau diese haben i. d. Regel ihren Objektiv-Park in den letzten Jahren auf das DX-1,5-Crop-Objektiv-Format umgestellt. Meine Lieblingsoptik ist das 17-55/2.8-DX Nikkor, das an der D700 zwar betrieben werden kann, allerdings nur eine extrem reduzierte Auflösung von knapp über 5 Megapixeln bietet (im Ggs. zu 12 Megapixeln beim Vollformat). Und das ist genau die Schmerzgrenze, 6 Megapixel sind an sich für alle Anwendungszwecke genug, darunter würde ich aber nicht gehen wollen. Falls aber jemand nur alte oder neue FX-Objektive hat, und 2600 Euro für eine Kamera ausgeben will, so soll er – ich warte, bis die sich ne intelligentere Lösung für das FX-DX-Problem haben einfallen lassen, für Konzerte ist der Crop-Faktor an sich sowieso ne tolle Sache.

Viel interessanter ist der neue Blitz SB-900 mit 200-mm-Zoom, erweiterbarer Firmware, Farbfilter-Erkennung, Master-Möglichkeit im Creative

Lightning-System usw. – da überlege ich glatt, meinen einen SB-600 zu verkaufen und auf den 900er upzugraden – jemand Interesse?




Digital-esoterische Frage

11 01 2008

(Für alle Nicht-Fotografierenden: Esoterischer Technikcontent, vermutlich uninteressant, aber: Spillsbury-Bilder)

Digitale Nikon-Spiegelreflex-Kameras mögen nicht so gern rotes (Bühnen)-Licht – Bilder aus roten Lichtsituationen wirken oft unscharf und verwaschen, matschig und ausgebrannt. Ich habe morgen oder übermorgen dazu nochmal Beispielbilder von Anne McNamee, die habe ich heute nicht mehr fertig bearbeitet bekommen, aber in Ansätzen ist das auch an diesem Bild der großartigen Band Spillsbury zu sehen:

DSC_2379
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